Golf – ein Spiel mit Tradition

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Die Geschichte des Golfsports und die Entwicklung der Golfschläger- und Golfbälle

Die Sportart Golf kann auf eine lange Geschichte und damit verbundenen Tradition blicken. Das Grundprinzip des Spiels ist es, den speziellen Golfball mit einer möglichst geringen Anzahl an Schlägen in ein im Boden eingelassenes Loch zu spielen. Hierbei werden verschiedenste Golfschläger verwendet. Ferner besteht eine Golfpartie aus 18 Löchern, die der Reihe nach auf dem Golfplatz zu absolvieren sind. Die Anzahl der golfbegeisterten Spieler ist in den letzten Jahren weltweit auf ca. 50 Mio. angestiegen. Der Golfsport hat sich mittlerweile als regelrechter Volkssport etabliert. Dies war nicht immer so, da dem Golfsport lange Zeit nachgesagt wurde, ein sehr kostenaufwändiges und elitäres Hobby zu sein.

Allgemeines zum Golfspiel

Das Ziel ist es, wie oben schon kurz dargestellt, den Golfball von einem bestimmten Standpunkt aus (= Abschlag) mit Hilfe des Golfschlägers in ein im Boden eingebrachtes Loch zu transportieren. Dieses Loch kann, je nach Unterschiedlichkeit des Golfplatzes, ein paar hundert Meter vom Abschlag entfernt sein. Der Golfplatz ist sozusagen ein Spielfeld, welches in der Natur gelegen ist und in der Regel über 18 Löcher verfügt, die es in einer Runde zu Spielen gilt.

In der Regel wird ein Golfplatz von einem speziell ausgebildeten Golfarchitekten entworfen. Zu Beachten sind bei der Planung einer solchen Sportstätte die wesentlichen Elemente, die für das Golfen notwendig sind. Dies sind die Abschläge, die so bezeichneten Fairways und Greens (= Grünfläche, die um das Loch herum liegt). Diese bestehen meist aus verschiedenen Rasenarten, die speziell für den Sport gezüchtet wurden, und sind mit einem Loch versehen. Hinzu kommen noch die Bunker. Das sind Flächen, die mit Sand gefüllt sind und das Spielen erschweren sollen.

Aber auch die unterschiedlichsten Arten von Wasserhindernissen wie z.B. diverse Teiche oder Wasserläufe gehören ebenso zum Golfplatz wie auch das „ungepflegte Gelände“, welches als Rough bezeichnet wird.

Ferner ist jedes Loch über ein so bezeichnetes „Par“  (professional average result) genauestens definiert. Dieses Par stellt einen Wert dar, der die Anzahl der Schläge festlegt, die ein Golfprofessional benötigt, um den Golfball vom vorgesehenen Abschlag in das hunderte Meter entfernte Loch spielt. Die Berechnung dieses Par berücksichtigt, dass auf dem Green mindestens zwei Putts durchgeführt werden. Hierzu rechnet man dann noch eine gewisse Anzahl an Schlägen, die ein Pro bis zum Green ausführt. Die Zahl der durchgeführten Schläge ist je nach Länge der Spielbahn unterschiedlich. Hierbei werden jedoch keine in das Loch eingebauten Schwierigkeiten wie z.B. Hügel, Wasser oder Bunker berücksichtigt. Der Schwierigkeitsgrad wird hingegen getrennt vom Par in Form des Slope- oder auch Course- Rating aufgeführt.

Für die verschiedenen Möglichkeiten der Scores gibt es unterschiedliche Fachbegriffe. Befindet sich der Golfball nun mit „Par minus 2“ auf dem Green, so wird dies als „Green in Regulation“ bezeichnet. Der Golfplatz über 18 Löcher ist meist wie folgt aufgeteilt: So gibt es vier Spielbahnen mit Par- 3, zehn mit Par 4 und vier Löcher mit Par 5. Dies macht insgesamt einen Wert des Par von 72 für eine Golfrunde. Bei Golfplätzen mir nur neun Löchern werden die zahlen des Par dementsprechend halbiert. Doch gerade bei den Neun- Loch- Plätzen finden sich oftmals Plätze, die in erster Linie aus Spielbahnen mit einem Par- 3 bestehen. Als Hole- in- one wird ein Schlag bezeichnet, der den Golfball direkt vom Abschlag direkt in das Loch befördert.

Ein Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Golfsports:

Der Ursprung des Golfsports liegt in Schottland. Dennoch gibt es diverse andere Ansichten, welche die Erfindung der Sportart eher in Kontinentaleuropa einordnen. Bei diesen Theorien werden in erster Linie die Niederlande um 1297, sowie auch Frankreich genannt, da eine Zeichnung aus einem Studentenbuch von Adelaïde von Savoyen um 1450 einen Golfer zeigt. Ferner wird Belgien um 1360 erwähnt („Verbot des Colven“). Klarer wird die Entstehungsgeschichte des Golfsports auch nicht, wenn man bedenkt, dass ein Glasfenster in der Kathedrale des englischen Gloucesters einen Golfer beim Spiel zeigt. Doch auch im Altertum finden sich verschiedenste Hinweise auf Ballspiele, die mit Hilfe von Schlägern ausgeführt wurden. So beispielsweise bei den alten Ägyptern, in dem antiken Rom, sowie auch im asiatischen Bereich wie in China um 1000, in Japan oder Korea (um ca. 1400).

Auf Grund dieser verschiedenen Ansätze, ist es sehr schwierig festzustellen, welchen Ursprung der Golfsport hat. Ferner ist es nicht ganz einfach aus den Darstellungen der verschiedenen Kulturen zu definieren, welche heutige Sportart sich tatsächlich daraus entwickelt hat. So kann es sich bei den Überlieferungen auch um Vorläufer von Basketball, Hockey oder ähnlichen Schläger- Ball- Konstruktionen handeln. Umstritten ist auch, ab welchem genauen Zeitpunkt man tatsächlich von Golf sprechen konnte. Diese Einschätzung macht man nun abhängig von den Kriterien, die das Golfspiel ausmachen. Im Jahre 1545 verfasste Pieter van Afferdens ein Lehrbuch in lateinischer Sprache, welches Spielregeln für den Golfsport beschreibt. So zum Beispiel, dass der Golfer bei der Ausführung eines Schlages nicht von seinem Gegner gestört werden darf. Im Gegensatz dazu sprechen frühe Dokumente und Aufzeichnungen aus Schottland zwar von einem Spiel des Namens „Golf“, welches jedoch eher einem Kampfspiel glich, als dem Sport, den wir heute unter dieser Bezeichnung kennen. Dennoch verhält es sich so, dass sich, allen übrigen Vorformen des Sports zum Trotz, die schottische Variante durchgesetzt hat. Das uns bekannte Golfspiel ist somit eine Abwandlung des Spiels aus Schottland. Die übrigen Methoden oder Formen des Spiels gerieten entweder in Vergessenheit oder entwickelten sich zu einer anderen Spielart weiter. Das bei uns heute übliche Golfspiel wurde erst im 19./ 20. Jahrhundert wieder in den nicht englischen Ländern bekannt und populär.
Im 15. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahr 1457, lies der schottische König James II. zusammen mit dem Parlament das Golfspiel verbieten. Der Grund für diese Entscheidung war, wie aus dem schriftlichen Zeugnis aus der damaligen Zeit zu entnehmen ist, dass der Golfsport von dem Erlernen und Üben des Bogenschießens ablenken würde. Dieses Verbot wurde durch die zwei Könige, die anschließend herrschten (James III. und James IV.), noch bekräftigt und in seiner Aussage gestärkt. Im Jahre 1502 kommt es zum Friedensschluss zwischen England und Schottland, wodurch die militärischen Übungen im Bogenschießen nicht mehr dringend notwendig erscheinen.

Das Verbot des Golfspielens wird folglich aufgehoben. Es wird sogar bekannt, dass der König, James IV., selbst den Golfsport praktizierte. Dies kam an die Öffentlichkeit, als eine Rechnung auftauchte, die über für den König angefertigte Golfschläger ausgestellt war. Im 16. Jahrhundert spielte König Karl I. begeistert Golf. Er begünstigte und unterstützte die Verbreitung der Sportart über ganz Großbritannien. Der Sport wird somit auch zunehmend im Volk populär. Im Jahre 1527 wird erstmals ein bürgerlicher Golfspieler erwähnt. So soll ein Mann des Namens Sir Robert Maule auf einem Golfplatz in der Nähe des heutigen Carnoustie seine Runden gedreht haben. Aus dem Jahre 1552 stammt die erste Quellenangabe über Golf in St. Andrews. Im darauf folgenden Jahr erließ der amtierende Erzbischof eine Erklärung, die es der Bevölkerung gestattete den Golfsport auf den so bezeichneten Barry Links auszuführen. In Frankreich wurde das Golfspiel dann von Maria Stuart eingeführt. In diesem Zusammenhang ist auch überliefert, dass Maria Stuart kurz nach dem Mord an ihrem Ehegatten Golf spielt. Dies wurde allgemein sehr kritisch gesehen.

Durch die zunehmende Popularität der Sportart etablierten sich auch neuartige Berufe in der Gesellschaft. So wird beispielsweise der erste Golfschlägerbauer im Jahre 1603 (17. Jahrhundert) urkundlich erwähnt. Der Mann des Namen William Mayne wurde hier durch König James VI. zu dem so genannten „Royal Club Maker“ ernannt. Doch nicht nur über den Aufbau der Golfschläger begann man sich Gedanken zu machen. So wurde erstmals im Jahre 1618 ein mit Federn gefüllter Golfball aus Leder (bezeichnet als „Featherie“) für das Spiel verwendet.

In Amerika wird der Sport zum ersten Mal erwähnt, indem seine Ausführung im Jahre 1659 auf den Straßen der Stadt Albany (New York) untersagt wird. Ein erster internationaler Wettkampf im Golfsport fand 1682 in der schottischen Hafenstadt Leith statt. Schottland wurde hierbei von dem Duke of York und von John Paterson vertreten, wobei sie gegen das englische Team den Sieg davontrugen. Hier wird erstmal ein Mann des Namen Andrew Dickson erwähnt, der die Golfschläger des Duke of York trug. Er war folglich der erste in der Geschichte des Golfsports genannte Caddie.

Im 18. Jahrhundert wird im Jahre 1735 der erste Golfclub gegründet. Dieser erhielt den Namen „Royal Burgess Golf Society“, allerdings sind die Überlieferungen und Quellenangaben hier sehr umstritten. Im Jahre 1743 wurden dann erstmals Golfschläger nach Amerika exportiert. Nur ein Jahr später werden zum ersten Mal formale Regeln für den Golfsport aufgestellt. Dies geschieht durch die im selben Jahr in Leith gegründeten „Gentlemen Golfers of Leith“. Aus diesem Zusammenschluss wird später die auch heutzutage noch existierende „Honourable Company of Edinburgh Golfers“. Der älteste Golfclub ist dennoch die im Jahre 1754 begründete „St. Andrews Society of Golfers“, die auch ununterbrochen am selben Standort zu finden war. Später wurde dieser Club jedoch in „Royal & Ancient Golf Club of St Andrews“ umbenannt, der auch heute noch unter diesem Namen existiert. Bis zum Jahre 1759 gab es nur die Variante des so genannten Lochspiels. Doch wie in diesem Jahre in st. Andrews festgehalten, wurde hier zum ersten Mal das Zählspiel genannt. In der Nähe von London wird mit dem „Royal Blackheath“ im Jahre 1766 erstmals ein Golfclub außerhalb von Schottland gegründet. Zwei Jahre später öffnet in Leith das erste Clubhaus seine Pforten.

Bis zum 19. Jahrhundert war die Ausführung des Golfsports einzig und alleine den Männern vorbehalten. Doch das erste, dokumentarisch festgehaltene, Turnier der Damen fand im Jahre 1810 10 Kilometer östlich von Edinburgh in der Stadt Musselburgh statt. Erst 57 Jahre darauf, im Jahr 1867, etablierte sich der erste Damengolfclub in St. Andrews.

Außerhalb Großbritanniens wird erst 1820 der erste Golfclub in Bangalore, Indien, gegründet. Erst im Jahre 1856 folgt auch Kontinentaleuropa mit der Gründung eines Clubs im französischen Pau. Um an dieser Stelle schon etwas über die Entwicklung der Golfschläger zu sagen: So etablierte sich der so bezeichnete Hickory- Schaft seit 1826 gegen übrige zu verwendende Holzarten durch. Im Jahre 1891 wird erstmals ein Schaft aus Stahl auf den Markt gebracht.

Der mit Federn gefüllte Lederball („Featherie“) wird bereits 1848 durch günstigere und leichter herzustellende Golfbälle (den Guttapercha Bällen) ersetzt. Dieser wird wiederum 1898 von dem Haskell Ball ersetzt. Auf die technologische Entwicklung der Golfschläger und Golfbälle wird anschließend noch näher eingegangen.

Im Jahre 1860 wurde erstmals die Open Championship in Prestwick gespielt. Dieses Turnier wir auch heute noch ausgetragen. Das erste Hole in One gelingt dem Golfer Young Tom Morris 1867. Tom Morris wurde zum Pioneer des professionellen Golfsports und in St. Andrews ziert seinen Grabstein ein Golfspieler.

In Deutschland wird der erste Golfclub in Darmstadt im Jahre 1892 gegründet. Ausgeübt wurde die Sportart in Deutschland jedoch schon früher. Zum einen durch englische bzw. britische Kurgäste in Bad Homburg und zum anderen spielte eine Gruppe Jugendlicher um Philipp Heineken bei Cannstatt ebenfalls Golf (ab 1890).

Am 22. Dezember 1894 wird die United Golf Association (kurz: USGA) gegründet. Diese ist seit dem Gründungstag in Mexiko und den USA die den Golfsport regelnde Organisation. Gemeinsam mit dem Golfclub „The Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews“ wird ständig an den Golfregeln gearbeitet, um diese noch konkreter bestimmen zu können.

Im Jahre 1898 erfindet Dr. Frank Stableford eine Spielform des Golfs, die als Zählweise nach Stableford bezeichnet wird. Ferner wird ein Jahr später ein Patent auf das Holztee ausgestellt.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert in den Jahren 1900 sowie 1904 ist Golf bereits eine olympische Disziplin. Im Jahre 1902 kommen zum ersten Mal Golfschläger mit Rillen, die den Backspin erzeugen, den so genannten Grooves,. auf den Markt. Der Golfball erhält 1905 so bezeichnete Dimples (= Vertiefungen oder Grübchen auf der Oberfläche), die die Flugeigenschaften des Balls verbessern. 1907 wird der Deutsche Golfverband gegründet und mit Professional Golfers‘ Association of Amerika wird im Jahre 1916 eine Vertretung für die Interessen der professionellen Berufsgolfer konstituiert, die heutzutage ca. 28.000 Mitglieder zählt. Die Anzahl von maximal 14 Schlägern pro Golfspieler und Golfrunde findet erstmals 1938 Anwendung.

Im Jahr 1971 wurden von dem Astronauten Alan Shepard die bisher einzigartigen beiden Golfschläge der Geschichte des Sports auf dem Mond ausgeführt. Bis heute hat sich der Golfsport, wie schon erwähnt immer mehr zu einem Volkssport etabliert. So hängt der Sportart zwar immer noch ein elitäres oder teures Image an, welches sich jedoch im Wandel befindet. Immer mehr, vor allem jüngere Sportler, entdecken das Golfen für sich.

Die geschichtliche Entwicklung der Spielregeln des Golfens:

Die ursprünglichen Regeln des Golfsports wurden im Jahre 1744 festgelegt und zwar, wie schon erwähnt, von dem in Leith ansässigem Golfclub „Gentlemen Golfers of Leith“. Es waren die ersten Regeln, die schriftlich aufgezeichnet und bestimmt wurden. Dennoch gehen die heutigen und modernen Regeln des Sports auf diejenigen zurück, die vom „Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews“ (1754 gegründet) niedergeschrieben wurden. Wie schon erwähnt werden die Regeln heutzutage immer wieder erneuert und überarbeitet. Dies geschieht in Zusammenarbeit zwischen dem R&A und der USGA. Die aktuelle Fassung der Regeln ist momentan bis zum Ende des Jahres 2007 gültig. Die Besonderheit der Regeln besteht darin, dass sie auf die unterschiedlichsten Situationen und Begebenheiten eingehen müssen. Dies ist sehr wichtig, da der Golfplatz als solches ein unübersichtliches „Spielfeld“ darstellt. Es ist somit nicht verwunderlich, dass das gesamte Regelwerk des Golfsports sehr viel umfangreicher ist als bei anderen Sportarten. So sind selbst erfahrene Golfer in manchen Fällen unsicher, nach welchen Regeln in der vorliegenden Situation zu verfahren ist.

Dies ist auch der Grund, weshalb der nationale Golfverband (hier in der BRD der so genannte DGV) eine Kommission aus Experten stellt, die sich der Beantwortung von umstrittenen Fragen zu den Regeln annimmt. Können die Streitpunkte jedoch nicht beseitigt werden, so wird im letzten Falle die R&A oder die USGA zu Rate gezogen. Dies geschieht meist in einer so bezeichneten „Decision“, in der die offizielle Auslegung der Golfregeln explizit dargelegt wird. Die Decisions werden ebenfalls veröffentlicht (inzwischen auf weit über 800 Seiten), allerdings haben sie keine so große Relevanz, da es sich in erster Linie um wirkliche Sonderfälle handelt.

Ist es dem Spieler aus diversen Gründen somit nicht möglich den Golfball nach den Golfregeln zu Spielen, so finden sich in dem Regelwerk bestimmte Maßnahmen, die es dem Golfer erlauben, sein Spiel wieder aufnehmen zu können. Dies geschieht allerdings in der Anrechnung von Strafschlägen. Die Endsumme der Schläge bis zum endgültigen Einlochen bezeichnet man als Score. Diese Summe wird auf dem Ergebniszettel festgehalten (= Scorekarte).

Doch beim Golfsport gibt es nicht nur eine einzige Spielform. Vielmehr existieren zwei grundverschiedene Spielformen bei so genannten Wettspielen. Hier werden das Lochspiel und das Zählspiel unterschieden. Jeweils gibt es auch noch mehrere Spielvarianten. Das Zählspiel orientiert sich daran, wie hoch die erzielte Summe (der Score) im direkten Vergleich mit den anderen Teilnehmern ist. Da jedoch kein wirklich direkter Gegner vorhanden ist, spielt man sozusagen gegen den Golfplatz. Im Gegensatz dazu geht es bei dem Lochspiel genau darum, einen ganz bestimmten Gegner zu übertrumpfen. Dies bedeutet, dass man mehr Spielbahnen gewinnen muss, also an dem gerade gespielten Loch mit einem geringeren Score abschließt als der gegnerische Spieler.

Ferner gibt es für die zwei Spielformen des Golfens auch noch zwei unterschiedliche Arten des Zählens. So gibt es zum einen brutto, wobei hier der tatsächlich erspielte Score maßgebend ist. Zum anderen existiert noch die Netto- Zählweise, bei der der Score so angeglichen wird, dass so ein Ausgleich für die verschiedenen Spielerstärken geschaffen wird. Folglich ergibt sich aus der Brutto- Zählweise der tatsächlich beste Golfer und aus der Netto- Zählung wird der relativ beste Golfspieler ermittelt, der somit vergleichsweise mit seiner individuellen Spielstärke am besten abgeschnitten hat.

Die in der BRD am häufigsten genutzte Zählweise ist jedoch die Zählart nach Stableford. Nach dieser ermittelt man in Deutschland auch die Handicaps der Spieler, die im DGV organisiert sind. Ein Handicap gibt Auskunft darüber, um welcher Wert der erreichte Score bei der Netto- Zählung angepasst werden muss. Außerdem ermöglicht das Handicap auch einen direkten Wettkampf zwischen zwei Gegnern, die mit verschiedenen Spielstärken golfen. Die Ermittlung des jeweiligen Handicaps geht in anderen Ländern teilweise mit Hilfe von anderen Methoden von statten. Es ist somit nur eine sehr grobe Vergleichsmöglichkeit gegeben. Dennoch gibt es Fachbezeichnungen, die weltweit dasselbe meinen. So bezeichnet ein „Bogey- Golfer“ einen bereits fortgeschrittenen Amateurspieler, welcher durchschnittlich einen Schlag über Par benötigt um einzulochen. Der so bezeichnete „Scratch- Golfer“ ist von seiner Spielstärke her schon als Profi einzustufen. Als „Rabbit“ wird ferner ein Anfänger des Golfspiels betitelt.

Die geschichtliche Entwicklung des Golfballs

Der Golfball ist zusammen mit dem Golfschläger das wichtigste Spielgerät beim Golfsport. Der Beginn der historischen Entwicklung des Golfballs ist nicht genau zu bestimmen, ebenso wie es, siehe oben, die verschiedensten Theorien und Ansichten zu der Entstehungsgeschichte des Golfsports gibt.

Das von uns heute bekannte Golfen gründet auf der Variante, die die Schotten zu spielen pflegten. So ist es überliefert, dass in Schottland zunächst kleine Steine mit Stöcken gerollt oder geschlagen wurden. So Begann die Entwicklung des Golfballs sehr weit entfernt von den uns heute bekannten Bällen, nämlich als simpler Stein. Bald entdeckte man wohl, dass sich unebene Steine nicht zum Rollen auf Rasen oder anderen Untergrund eignen. So schnitzte man Kugeln aus Holz, die dann als Spielball genutzt wurden und mit Holzschlägern geschlagen wurden. Der erste so genannte Featherie Ball wurde, so besagen Überlieferungen, von einem Römer hergestellt. Dieser kochte Geflügelfedern, presste diese stark zusammen und nähte sie anschließend in ein Säckchen aus Leder ein. Anschließend wurde das noch warme Ledersäckchen in eine runde Form gepresst. Man ließ die Federn so erkalten und erhielt einen fast runden Ball. Doch in den darauf folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten verwendete man noch allerlei andere Arten von Bällen. So auch Featheries, die mit Haaren gefüllt wurden. Geschichtlich überliefert ist es allerdings, dass im Jahre 1618 erstmals ein mit Geflügelfedern gefüllter Ball für das Spiel mit den Schlägern benutzt wurde. So hatte man einen Ersatz für die Holzbälle gefunden. Der Featherie hatte bereits sehr viel bessere Flugeigenschaften als der einfache Holzball, allerdings war die Herstellung sehr kostenintensiv und auch nicht besonders einfach. Hinzu kam noch, dass der Featherie extrem empfindlich war und sehr reißen und damit kaputt gehen konnte. Dies war mit Sicherheit einer der Gründe, warum der Golfsport schon früh nur den Reichen und Wohlhabenden vorbehalten war und somit für das Volk einen elitären Ruf bekam.

Doch im Jahre 1848 kam der große Durchbruch und der schlagempfindliche „Federball“ wurde abgelöst. Man erfand den so bezeichneten „Gutta-Percha Ball“, was den Golfsport enorm revolutionierte. Dieser Golfball konnte zum Einen im großen Stil industriell gefertigt werden, was ganz im Gegensatz zu seinem federigen Vorgänger stand. Ferner bestand der Golfball aus einem gummiähnlichen bzw. kautschukgleichen Material. Dieses gab ihm seine besondere Härte, was auch zu Veränderungen im Golfschlägerbau führen musste, da die Schläger für harte Bälle nicht konstruiert waren, aber dazu später mehr. Auch die Schlagtechnik der Golfer musste sich verändern, um einen optimalen Schwung entwickeln zu können. Über eine Zeitspanne von 50 Jahren wurde der liebevoll als „Gutty“ bezeichnete Golfball immer weiterentwickelt. Man versuchte dabei die Flugeigenschaften des Balls zu verbessern, was allerdings nicht richtig gelingen wollte. Dann kam jedoch Corbun Haskell auf den Gedanken, dass man dem Ball, der aus einer Gutta- Percha Schale bestand einen Kern zu versehen. Dieser Kern sollte mit einem Gummifaden umwickelt werden. Der nun als „Haskell- Ball“ bezeichnete Golfball veränderte abermals die Schlag- und Schwungtechnik der Spieler. Der Grund dafür war, dass der Ball nun viel mehr Höhe gewann und sehr viel weiter flog (ca. 30 Meter weiter als der Gutty- Ball). Dieser Effekt des Haskell- Golfballs verwandelte das Spiel zu dem, was wir heutzutage noch unter Golfsport verstehen. Der Schlagwiderstand veränderte sich stark, wenn der Ball nicht richtig oder gut getroffen wurde. Auch der Golfschwung veränderte sich, da die Bälle nun höher flogen und die Schwungebene somit flacher eingestuft werden musste.

Die Größe und die technologische Beschaffenheit der Golfbälle ist heutzutage durch das oben bereits beschriebene Regelwerk festgelegt. Golfbälle sind außerdem sofort als solche zu erkennen, da ihre Oberfläche mit den „Dimples“ charakteristisch ist. Diese Form und die Art der Oberflächengestaltung ist aerodynamisch und verbessert die Flugeigenschaften des Balls. Die Dimples sorgen dafür, dass Luftwirbelungen während des Fluges hinter und vor dem Ball stark reduziert werden können. Dieser Vorgang geschieht durch geringe Verwirbelungen in den Dimples, die Umströmungen umschlagen lassen, was wiederum Strömungsverluste ausgleicht. Durch diese Konstruktion der Oberfläche kann die Weite des Fluges bei derselben Schlagkraft ohne Dimples um das Vierfache erhöht werden. Die Hersteller für Golfsportartikel bieten ca. 600 unterschiedliche Muster der Dimpleanordnung an.

Ein guter Golfball sollte heutzutage über bestimmte Eigenschaften verfügen. So z.B. über ein Mindestgewicht, sowie -Größe, über eine Symmetrie der Form und über eine bestimmte Anfangsgeschwindigkeit wie auch über eine festgelegte Flugweite. Diese letzten Faktoren werden unter streng festgelegten Testbedingungen bestimmt. Dies ist die Aussage der Regeln 5- 1 des Golfregelwerks. Diese Anforderungen sind erfüllt, wenn der Golfball nicht größer ist als 42,67 Millimeter und ferner darf er kein größeres Gewicht haben als 45,93 Gramm. Bei einem Schlag wird Ball nun durch den im Schlägerkopf eingebrachten Winkel in Rotation versetzt, welche für die nötige Stabilität der Richtung während des Fluges sorgt. Dies in Verbindung mit der strukturierten Oberfläche des Golfballs sorgt ferner dafür, dass der Spieler den Ball stärker beeinflussen kann, was bei einem glatten Ball nicht so der Fall wäre.

Heutzutage besteht der Golfball aus zwei wichtigen Elementen. Zum Einen aus der harten Kunststoffhülle und zum anderen aus verschieden gearbeiteten Kernelementen. So gibt es Kerne aus Hartgummi, Mehrschichtkerne oder aus Metall in flüssiger oder harter Form. Jeder Golfball ist mit einer Nummer versehen. Diese Nummer dient dazu, dass der eigene Ball von denen der Mitspieler gut zu unterscheiden ist, falls mit Bällen des gleichen Herstellers oder desselben Typs gespielt wird. So ist es inzwischen üblich, dass man bei dem ersten Abschlag mit einem Golfball immer den Typ, die Marke und die Nummer ansagen muss. Bei einem Austausch des Balles, muss hier ebenfalls die Ballinformation angesagt werden, was von den Regeln aber nicht explizit verlangt wird.

Die geschichtliche Entwicklung des Golfballs von einem einfachen Stein bis hin zu einem Sportgerät mit ausgeklügelter Technologie war ein sehr langer Weg. Doch sicher ist die endgültige Evolutionsstufe des Golfballs noch nicht erreicht und wir können gespannt sein, was den findigen Herstellern wie z.B. Titleist oder Dunlop noch einfallen wird. Es werden aber mit Sicherheit Bälle sein, die noch weitere Schläge ermöglichen und noch mehr Freude am Sport bringen werden.

Die geschichtliche Entwicklung der Golfschläger

Wie aus dem vorherigen Text zu entnehmen ist, entdeckten die Schotten das Spiel mit dem Golfschläger und dem Ball für sich. Dies geschah mit Hilfe von simplen Stöcken als Schlägern, die vermutlich von irgendwelchen Bäumen abgeschlagen worden waren. Der Golfschläger verbesserte sich zeitgleich mit der Entwicklung des Golfballs. So stellte man aus den verschiedensten Hölzern Golfschläger her, die am unteren Ende eine Verdickung hatten, um den Golfball besser schlagen zu können.

Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts hinein wurden die Schäfte der Golfschläger in erster Linie aus Hölzern wie z.B. Nussbaum oder auch Esche gefertigt. Diese Holzarten machten die Schläger relativ schwer und damit natürlich auch unhandlich für den Spieler. Die Schlägerköpfe hingegen fertigte man aus Apfel- oder Birnenhölzern, sowie auch aus Buchenholz oder Schwarzdornholz. Bei der Herstellung des Golfschlägers aus Holz war jedoch besonders die Hickoryhölzer geeignet. Diese Holzart brachte die perfekten Eigenschaften für einen optimalen Golfschlägerschaft aus Holz mit. Doch Hickoryholz war auf der einen Seite ein sehr seltenes Holz und auf der anderen Seite war es auch sehr teuer. Mit der Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges stieg der Bedarf an guten Golfschlägern stark an, so dass sich die Hersteller eine Alternative zu dem knappen Rohstoff (dem Hickoryholz) überlegen mussten. Zu Beginn der 20ziger Jahre kam man in den USA nun erstmals auf die Idee, den Schaft der Golfschläger aus einen schmalen Stahlrohr zu fertigen. Dies bedeutete wiederum eine Revolution für den Golfsport und ferner musste eine neuartige Schlagtechnik und Spielweise erarbeitet werden. Bei den sehr elastischen und biegsamen Holzschäften musste der Golfer jeden einzelnen Schlag genauestens berechnen. Dies war nötig, damit die Schlagfläche des Golfschlägerkopfes im Treffmoment genau im rechten Winkel zu der vorgesehenen Ziellinie den Golfball trifft. Durch den neuartigen Schaft aus stabilem Stahl konnte dieser Treffmoment viel exakter bestimmt werden und so erzielte man eine höhere Genauigkeit im Spiel.

Doch nicht nur die Schäfte der Golfschläger veränderten und verbesserten sich. Mit der Herstellung des Hasekell- Golfballs änderte sich, wie oben bereits beschrieben, die Spielweise der Golfer. Durch die flacher gewordene Schwungebene mussten die Griffe der Golfschläger nicht mehr so dick wie sonst üblich umwickelt werden. Das lies nicht nur die Schläger besser aussehen, sondern erlaubte den Golfern auch eine andere Grifftechnik. So wurde Harry Vardon später auch für das ungewöhnliche Greifen des Golfschlägers bekannt. Ferner verwendete man ab dem Jahr 1963 Griffe aus Gummi für die Schläger, die vorher aus etwas rutschigem Leder bestanden hatten. Der Spieler hatte nun mehr Halt am Schaft, was sich positiv aus die Schlagstärke auswirkte. Ferner wurden die Eisen nun nicht mehr geschmiedet, sondern gegossen. Im Jahre 1969 erlebte der Graphitischaft sein Debüt, ebenso wie das Cavity Back Eisen. Driverköpfe aus Metall kamen erstmals im Jahr 1979 auf dem Markt, wodurch das Persimmon Holz verdrängt wurde. Als Material für Hölzer wird im Jahre 1994 auf dem US- Markt zum ersten Mal Titan angeboten. Dieses setzt sich in der darauf folgenden Zeit immer mehr durch.

In der Gegenwart haben sich die unterschiedlichen Golfartikelhersteller immer neuere Technologien für die perfekten Golfschläger einfallen lassen.

Heutzutage ist es nun, nach Maßgabe der aktuellen Golfregeln, üblich, dass man maximal 14 verschiedene Golfschläger mit in das Spiel nimmt. Diese unterscheiden sich in erster Linie durch die Länge (im Golfsport wird diese in Zoll angegeben), sowie durch Loft, das Material und die jeweilige Bauform. Die Flugbahn des Golfballs wird hauptsächlich von dem Loft und der Länge des Schaftes beeinflusst. So wird die Flugbahn umso höher und kürzer, je mehr Loft vorhanden ist. Ferner gilt: Je länger der Schlägerschaft, desto weiter fliegt der Ball, da er sehr viel stärker und schneller beschleunigt werden kann.

Hölzer werden im Bereich des Abschlags und für besonders weite Schläge auf dem Fairway benötigt, die eine Weite von ca. 140 Metern erzielen müssen. Es handelt sich um die längsten Golfschläger, wobei sie auch den größten Kopf haben. Dieser ist heutzutage nicht mehr aus Holz, auch wenn er noch so bezeichnet wird, und ist innen hohl. Die überwiegende Zahl der Golfer verfügt über einen Driver (auch Holz 1 genannt) und darüber hinaus über maximal drei übrige Hölzer für kleinere Flugstrecken. Dies sind in der Regel die Hölzer drei, sieben und fünf.

Für Schläge der mittleren Länge von ca. 70- 180 Metern benutzt man die Eisen. Mit diesen erreicht der Golfer einen exakten Schlag als mit den Hölzern. Die Eisen sind Golfschläger, die man in sehr unterschiedlichen Bereichen einsetzten kann. So benötigt man für eine gesamte Golfrunde nicht unbedingt einen ganzen Eisensatz. Es besteht vielmehr die Möglichkeit, dass die Golfpartie mit nur einem halben Satz Eisenschläger absolviert werden kann. Üblich ist eine Standardanzahl Eisen von drei bis neun Stück.

Ferner gibt es noch eine Art Mischungsschläger aus Holz und Eisen. Dieser Schläger wird als Rescue- oder auch Hybridschläger bezeichnet. Diese Golfschläger bieten dem Spieler einen gelungenen Kompromiss aus der Exaktheit des Eisenschlägers und der Länge des Holzes. In der Regel hat ein Golfspieler nur einen oder höchstens zwei dieser Recueschläger in seiner Bag, die meist als Ersatz für einen langen Eisenschläger zum Einsatz kommen.

Auf dem Green muss man besonders kurze Schläge machen, die meistens unter 100 Metern Länge haben sollten. Auch für die Bunker oder andere Schwierigkeiten auf dem Golfplatz benötigt man kurze Schläge. Diese erzielt man mit den so genannten Wedges. Sie gleichen vom Aufbau her den Eisenschlägern, haben aber mehr Loft und sind im Schaft kürzer. Über vier Wedges kann ein Spieler verfügen, wobei der Standardsatz mit dem Sand Wedge und dem Pitching Wedge vollkommen auskommt. Ferner stehen dann noch ein Lob Wedge und ein Gap Wedge als Möglichkeit zur Verfügung.

Der Putter wird auf dem Green benutzt und dient dem Golfer zum einlochen des Balls. Hierbei heißt es nun auch nicht mehr „schlagen“, sondern „putten“. Hierbei rollt der Golfball nur über das Grün und wird nicht in die Luft geschlagen. Der Putter ist ein besonders wichtiger Schläger, der jedoch nur einmal in der Golfbag auftaucht. Dennoch wird er am Häufigsten im Gegensatz zu allen übrigen Golfschlägern benutzt.

Die Entwicklung vom einfachen Stock bis hin zu einem Satz von bis zu 14 hoch technologischen Schlägern ist mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen und man kann gespannt sein, was sich die Hersteller für Golfsportartikel noch einfallen lassen werden.