Tour News

Die neusten Ergebnisse von den Profi Touren

US PGA Tour

Watson-BubbaDie Stimmung war fantastisch am vergangenen Wochenende, als die US PGA Tour im kanadischen Oakville Halt machte. Dort wurde auf dem Glen Abbey Golf Club die diesjährige RBC Canadian Open ausgetragen. Das kanadische Publikum ist bekannt dafür, keinen Unterschied zwischen den Spielern zu machen und feuerte jeden Teilnehmer mit großer Motivation an, auch wenn bei David Hearn der Lärmpegel noch etwas mehr anstieg. Aber schließlich handelt es sich bei David Hearn um einen Landsmann, der sich mit einer glänzenden Leistung zum absoluten Publikumsliebling mauserte. Über lange Strecken des Turniers hielt sich Hearn souverän an der Spitze des Leaderboards und schürte damit die Hoffnungen der Zuschauer, zum ersten Mal seit 1954 wieder einen Kanadier ganz oben auf dem Siegertreppchen der RBC Canadian Open zu sehen. Am Ende reichte es allerdings nicht ganz für den Titel und Hearn musste sich mit dem dritten Rang zufrieden geben. Bereits vor dem Finale musste er seine Führung an Bubba Watson (Foto) abgeben, der damit als größter Favorit in die Schlussrunde startete. Auch Watson hatte die Sympathien der Menge auf seiner Seite, denn seine Frau Angie stammt aus ursprünglich aus Ontario. Doch auch Bubba Watson konnte den Sieg nicht nach Hause fahren, mit 16 unter Par landete er mit einem Schlag Vorsprung vor David Hearn auf den zweiten Platz. Mit 17 unter Par ging Jason Day am Sonntagabend als Sieger vom Platz. An der entscheidenden 18 lochte er seinen dritten Birdie in Folge und zog damit mit einem Zähler an Watson vorbei. Day, der in der Vorwoche knapp den Einzug ins Stechen bei der Open Championship verpasst hatte, feiert damit einen weiteren Sieg in der Saison 2015 auf der PGA Tour, die bereits jetzt seine erfolgreichste Saison seiner bisherigen Karriere ist. Alex Cejka konnte sich am letzten Tag der RBC Canadian Open mit einer 69 um 16 Ränge nach vorne verbessern und beendete das Turnier damit auf dem geteilten 41 Platz.

European Tour

Bei den europäischen Profis stand in der letzten Woche das Omega European Masters auf dem Turnierplan. Im Schweizer Crans Montana Golfclub gingen mit Florian Fritsch, Max Kieffer und Marcel Siem auch drei deutsche Spieler an den Start. Besonders für Fritsch lohnte sich die Teilnahme in der Schweiz, denn er erreichte mit dem siebten Rang eine der besten Leistungen in seiner bisherigen Profi-Laufbahn. Seit seinem geteilten achten Rang bei der Open de Andalucia gelang Fritsch keine weitere Platzierung in den Top Ten. Fritschs Finalrunde konnte sich sehen lassen, auch wenn es nach einem Bogey am ersten Loch zu Beginn gar nicht danach aussah. Sein Konter auf den Schlagverlust waren zwei Birdies auf der zwei und auf der sechs, sodass er mit eins über Par auf die zweite Hälfte der Schlussrunde ging. Dort zündete der National Team Germany Spieler ein wahres Birdie-Feuerwerk und blieb zudem fehlerfrei. Fünf Birdies katapultierten Fritsch auf zehn unter Par, was ihn bis auf den siebten Platz nach vorne brachte. Ein absolutes Sensations-Ergebnis für Florian Fritsch. Nicht ganz so positiv lief es für Maximilian Kieffer, der von einer guten Ausgangsposition ins Finale des Omega European Masters startete. Mit fünf unter Par ging Kieffer vom 18. Rang auf die Runde. Schon auf der Front Nine musste Kieffer fünf Bogeys auf seiner Scorekarte notieren – ein Rückstand, den er auch mit drei Birdies auf der zweiten Hälfte nicht wett machen konnte. Am Ende war es eine 73 bei drei über Par, was ihn auf den geteilten 44 Platz zurück warf – für Kieffer, der sich mit 19 erfolgreichen Cuts in Folge derzeit einer guten Form befindet, ein enttäuschendes Ergebnis. Knapp hinter Kieffer platzierte sich Marcel Siem auf den geteilten 48. Rang. Siem, der am Sonntag an seine Leistung der Vortage anschloss, beendete das Turnier in der Schweiz mit 67 Schlägen und einem Gesamtergebnis von 1 unter Par. Als Sieger des Omega European Masters ging am Schluss der Engländer Danny Willett hervor. Dieser musste sich den Titel hart erkämpfen, da es ihm seine Landsmänner Tyrell Hatton und Matthew Fitzpatrick nicht leicht machten. Fitzpatrick übernahm schon früh die Führung auf der Schlussrunde, musste sich dann aber doch mit einem Zähler Rückstand geschlagen geben. Mit 17 unter Par und einer souveränen Coolness sicherte sich Willett mit einem Par auf der letzten Spielbahn ein Preisgeld in Höhe von 450.000 Euro, wodurch er Louis Oosthuizen vom zweiten Platz im Race to Dubai verdrängt und den Abstand auf Rory McIlroy auf 300.000 Punkte verringert. Hinter Fitzpatrick belegt Tyrrell Hatton mit 15 unter Par den dritten Platz.

LPGA Tour

Die Siegerin der diesjährigen Meijer LPGA Classic heißt Lexi Thompson. Mit einem Schlag Vorsprung holte sich die US Amerikanerin den Titel in Grand Rapids, Minnesota und setzte sich damit gegen ihre Kontrahentinnen Gerina Piller und Lizette Salas durch. Acht Birdies bei zwei Bogeys und ein Gesamtergebnis von 18 unter Par bescherten Thompson ein Preisgeld in Höhe von 300.000 US Dollar und zusätzliches Selbstvertrauen für die anstehende Womens British Open in Turnberry. Auch für die deutsche Starterin Caroline Masson nahm die Meijer LPGA Classic ein versöhnliches Ende. 73 Schläge am Finaltag verhinderten eine Platzierung innerhalb der Top Ten, doch Masson zeigt sich auch mit dem 16. Rang zufrieden. Sandra Gal konnte mit einer 68 am Sonntag noch einmal ein paar Plätze gut machen und sich auf dem geteilten 44 Rang platzieren während die dritte deutsche Spielerin Sophia Popov bereits am Cut scheiterte.

Ladies European Tour

Die europäischen Damen gastierten am letzten Wochenende im schottischen Dundonald, wo mit der Ladies Scottish Open ein prestigeträchtiges Turnier auf sie wartete. Nach drei absolvierten Runden stand am Ende Rebecca Artis als Siegerin fest, die sich trotz eines schwachen Auftakt mit 75 Schlägen am Freitag gegen Ihre Kolleginnen behaupten konnte. Bei schwierigen Witterungsverhältnissen gelang der Neuseeländerin nach einer 69 am Samstag sogar mit 66 Schlägen am Sonntag die beste Runde des Tages. Mit einem Abstand von zwei Schlägen auf die zweitplatzierte Suzann Pettersen konnte sich Artis damit ihren zweiten Titel auf der Ladies European Tour sichern. Auf dem geteilten vierten Rang platzierte sich Artis Landsfrau Lydia Ko. Aus deutscher Sicht überzeugte Leigh Whittaker, die sich mit einer 73 am Sonntag um einige Plätze nach vorne auf den 17. Rang verbessern konnte. Die weiteren deutschen Starterinnen Nina Holleder und Ann-Kathrin Lindner verpassten den Cut und mussten das Turnier frühzeitig beenden. Dafür konnte sich Holleder zusammen mit Chiara Mertens einen Tag später über den Monday-Qualifier für die Teilnahme an der Womens British Open qualifizieren. Zusammen mit Caroline Masson und Sandra Gal starten in der nächsten Woche damit vier Deutsche beim Major der Damen.

Champions Tour

Bei Bernhard Langer stand in der vergangenen Woche die Titelverteidigung bei der Senior Open Championship auf dem Programm. Trotz einer hervorragenden Leistung verpasste Langer knapp sein Vorhaben und musste sich mit einem Schlag Rückstand dem Amerikaner Marco Dawson geschlagen geben. Die Entscheidung viel am Sonntag etwas verspätet, da die Runde am Samstag aufgrund starker Regenfälle unterbrochen und am Sonntag beendet noch beendet werden musste, bevor es ins Finale ging. Das bedeutet natürlich eine doppelte Belastung, doch Langer zeigte gutes Golf und konnte sich mit Runden von 68 und 64 Schlägen an der Spitze halten. Allerdings machte ihm Dawson mit zwei Eagles am Sonntag einen Strich durch die Rechnung, sodass Langer auf den zweiten Platz rutschte. Hinter Langer platzierten sich die großen Namen wie Colin Montgomerie auf dem dritten Rang, Miguel Angel Jimenez auf Position vier und Fred Couples und Woody Austin auf dem geteilten fünften Platz.

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