Tour News

Die Ergebnisse vom Wochenende

 

PGA Tour

Lee-DannyDas Finale der diesjährigen Greenbrier Classic versprach besonders spannend zu werden, denn nach 72 gespielten Löchern standen gleich vier Spieler an der Spitze der Wertung. Unter ihnen auch Robert Streb, der am neunten Loch etwas zuviel Energie hatte und seinen Putter in Richtung Golfbag warf. Diese Aktion hätte er wohl vorher besser noch einmal überdacht, denn der Putter nahm es ihm übel und brach entzwei. Da in den Statuten steht, dass mit einem Schläger, der außerhalb des Schlags verändert wurde, nicht mehr weitergespielt werden darf, musste sich Streb anderweitig helfen und über die restliche Runde mit einem seiner Wedges putten. Trotz dieses Defizits konnte Streb seine Leistung von der vorderen Neun halten und mit fünf weiteren Birdies und einem Ergebnis von 13 unter Par zufrieden im Clubhaus auf den Ausgang des Turniers warten. Als es sich abzeichnete, dass er ins Stechen einzieht, konnte er sich noch schnell um einen Ersatz-Putter umsehen. Am Ende der regulären Schlussrunde stand fest, dass vier Teilnehmer im Stechen um den Sieg bei der Greenbrier Classic kämpfen müssen. Neben Robert Streb schafften es auch Kevin Kisner, David Hearn aus Kanada und der damals jüngste US Amateur Champion Danny Lee (Foto). An der 18, dem ersten Extraloch punkteten Lee und Hearns jeweils zum Birdie, sodass es für sie weiter auf die 17. Spielbahn ging. Dort verzogen beide ihren Abschlag nach links, jedoch konnte Lee das Par retten, während Hearns einen Bogey notieren musste. Damit stand Danny Lee als Sieger fest. Hinter ihm reihen sich Hearn, Streb und Kisner auf dem zweiten Platz ein. Für Tiger Woods verlief die Greenbrier Classic ebenfalls sehr zufriedenstellend. Zum ersten Mal seit zwei Jahren konnte er sich am Sonntag über eine bogeyfreie Runde freuen. Mit Runden von 66, 69, 71 und 67 Schlägen belegte er am Ende den geteilten 32. Rang. Auch Alex Cejka, der einzige deutsche Starter im Teilnehmerfeld, konnte am Finaltag noch ein paar Plätze gut machen und sich mit seiner abschließenden 67 auf den geteilten 60. Rang verbessern.

European Tour

Der Sieg der Alstom Open de France ging in diesem Jahr nach Österreich. Bernd Wiesberger konnte sich mit einem Vorsprung von drei Schlägen deutlich gegen seinen Verfolger James Morrison durchsetzen. Bereits auf der ersten Neun notierte Wiesberger fünf Birdies. Auf den nächsten acht Spielbahnen folgten Pars, bis der Österreicher am letzten Loch noch einen Birdie versenken konnte. Mit 65 Schlägen am Finaltag und einem Gesamtergebnis von 13 unter Par sicherte er sich den ersten Platz auf dem Leaderboard. Dicht auf dem Fersen war ihm immer James Morrison, der zusammen mit Wiesberger in der vorletzten Gruppe ins Finale startete. Nachdem Morrison in der Vorwoche einen herben Rückschlag erleben musste – bei der BMW International Open in Eichenried ging er als Führender auf die Schlussrunde und fiel mit 77 Schlägen weit zurück – schien er in dieser Woche die Nerven besser im Griff zu haben. Vielleicht fühlte er sich als Verfolger wohler als in der Rolle des Favoriten. Mit einer fehlerfreien Darbietung und vier Birdies konnte er den Anschluss an Wiesberger konstant halten, am Ende reichte es allerdings doch nicht ganz. Trotzdem war Morrison mit seiner Leistung zufrieden, die ihm eine ordentliche Summe sowie die Starterlaubnis beim nächsten Major einbrachte. Martin Kaymer mobilisierte am letzten Turniertag noch einmal alle Kräfte und zeigte eine starke Leistung. Nach zwei Birdies auf den ersten drei Bahnen musste er pausieren, da das Turnier aufgrund eines Gewitters unterbrochen wurde. Anschließend wollten die Birdies allerdings nicht mehr so recht fallen, trotzdem reichte es für Kaymer für den vierten Platz. Für Maximilian Kieffer lief es am Sonntag mehr schlecht als recht. Schon zu Beginn der Runde notierte er auf der dritten und sechsten Spielbahnen einen Bogey, die er nicht mehr ausgleichen konnte. An Loch 15 versenkte er alle Chancen auf eine Platzierung innerhalb der Top fünf – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn seine Annäherung vom Fairway aus landete im Wasser und brachte ihm einen Doppelbogey ein, der ihn auf den geteilten 10. Platz zurückwarf. Der dritte Deutsche im Teilnehmerfeld – Marcel Siem – belegte nach einer abschließenden 69 den geteilten 24 Platz.

Ladies European Tour

Nachdem Caroline Masson auf der LPGA, der amerikanischen Damenliga, in den letzten Wochen häufig am Cut scheiterte, entschloss sich die junge Deutsche zu einem Gastspiel auf der Ladies European Tour in der Hoffnung, wieder zurück zur alten Form zu finden. Der Plan schien aufzugehen, denn nach drei gespielten Runden ging Masson als Führende ins Finale des ISPS Handa Ladies European Masters, das im englischen Denham ausgetragen wurde. Dann hatte sie allerdings wieder mit ihren Nerven zu kämpfen und innerhalb kürzester Zeit standen sechs Bogeys auf ihrer Scorekarte – mehr als in den vorhergehenden Runden zusammen. Zwar konnte Masson mit einigen Birdies den ein oder anderen Schlagverlust ausgleichen und damit einigermaßen den Anschluss halten, für den großen Triumph reichte es allerdings nicht mehr. Am Ende blieb für Caroline Masson der geteilte vierte Platz und ein gutes Gefühl, das sie mit in die Vorbereitung für die US Womens Open nimmt. Noch lauter jubelte zum Schluss Beth Allen, die mit dem Sieg beim ISPS Handa Ladies European Masters ihren ersten Sieg auf der Profi Tour feiern konnte. Ihre Kontrahentin Leona Maguire nahm sich mit einem Bogey auf der letzten Spielbahn selbst aus dem Rennen um den Sieg. Neben Caroline Masson starteten mit Ann-Kathrin Lindner, Sophia Popov und Leigh Whittaker drei weitere Spielerinnen aus Deutschland beim ISPS Handa European Masters, die sich mit Gesamtergebnissen von drei über Par (Lindner), sechs über Par (Whittaker) und zehn über Par (Popov) allerdings nur auf den hinteren Rängen platzierten.

Challenge Tour

Bei der Challenge Tour handelt es sich um die zweite Liga des Europäischen Golfsports der Herren. Diese machten am vergangenen Wochenende Halt bei der Aegean Airlines Challenge Tour by Hartl Resort im bayerischen Bad Griesbach. Dort triumphierte Ricardo Gouveia, der es mit einer abschließenden 67er Runde auf ein Gesamtergebnis von 15 unter Par brachte. Damit hatte der Portugiese einen Vorsprung von drei Schlägen auf seinen stärksten Kontrahenten Dean Burmester, der als Führender in das Finale gestartet war. Doch am Sonntag konnte er seine Leistung von den Vortagen nicht mehr beibehalten und benötigte 73 Schläge, was ihm den Sieg kostete. Ganze 10 Schläge weniger benötigte Christian Gloet aus Dänemark, der mit 63 Schlägen die beste Runde des Tages absolvierte. Aus deutscher Sicht schnitt Marcel Schneider am besten ab, auch wenn er kurz vor Schluss auf der 16. Spielbahn einen Doppel-Bogey notieren musste, was ihn vom zweiten auf den fünften Rang zurückwarf. Die weiteren deutschen Starter mussten sich mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben. Bernd Ritthammer und Max Kramer teilen sich den 38. Platz, während sich Alexander Knappe am Sonntag auf den 47. Rang verbessern konnte. Dominic Foos beendete die Aegean Airlines Challenge Tour by Hartl Resort mit dem geteilten 55. Platz.

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