Tag 2 in Boston

Deutsche Bank Championship

Für Jordan Spieth gab es bei der Deutsche Bank Championship eine Premiere, allerdings keine positive. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn als Golf Pro scheitert der US Amerikaner an zwei Cuts in Folge. Damit ist sein Traum von der Weltspitze vorerst ausgeträumt. Nach seiner starken Leistung, die er über die gesamte Saison konstant halten konnte, scheint Spieth zum Ende der Saison die Luft auszugehen. Ein denkbar schlechter Moment für ein Leistungstief, denn im Saisonfinale in den Playoffs geht es noch einmal um einiges. Doch mit sechs über Par nach 36 gespielten Löchern ist Spieth meilenweit von der Spitze des Leaderboards entfernt und verpasst mit fünf Schlägen mehr als deutlich den Cut. Eine ungewohnte Situation für den 22-Jährigen, der bislang die Saison seines Lebens spielte und mit dem Masters und der US Open zwei Major Siege einfahren konnte. Dafür läuft es derzeit für Jason Day wie am Schnürchen. Nach seinem ersten Major Titel bei der PGA Championship stand er auch bei der Barclays in der Vorwoche ganz oben auf dem Tableau und macht damit langsam Rory McIlroy Druck. Am zweiten Tag der Deutsche Bank Championship wiederholt der Australier sein Ergebnis vom Freitag und notiert erneut eine 68, die ihm einen Platz in den Top 10 sicherte. Rory McIlroy verliert durch seine 74 am Samstag einige Plätze und muss von einem der hinteren Ränge in den Moving Day starten. Mit 63 Schlägen konnte dafür Charley Hoffman ein Ausrufezeichen setzten und sich mit 12 unter Par an die Spitze setzen. Hoffman ging bereits 2010 als Sieger vom Platz des TPC Boston. Brendon de Jonge folgt mit einem Rückstand von drei Schlägen auf dem zweiten Platz. Für Alex Cejka lief es am Samstag ebenfalls ganz zufriedenstellend. Mit einer weiteren 70 blieb er seiner Leistung vom Vortag treu und schafft locker den Cut. Vom 27. Rang aus geht es für Cejka in den Moving Day der Deutsche Bank Championship, der sich damit alle Chancen auf eine ordentliche Platzierung wahren konnte. Diese benötigt Cejka auch ganz dringend, denn nur so kann er seine Startkarte für das dritte Turnier der Playoffs lösen. Die BMW Championship findet in der nächsten Woche in Chicago statt.

European Tour

Bei der M2M Russian Open holte sich Lee Slattery nach einer 67er Runde die vorläufige Führung und zog an Bradley Dredge vorbei, der mit einer Runde von eins über Par den Vorsprung nicht halten konnte. Trotz eines Doppel-Bogeys auf der 11, dem ersten Par 3 der zweiten Hälfte, kam Slattery auf 13 unter Par und schaffte sich damit einen Vorsprung von zwei Schlägen auf Craig Lee und Estanisloa Gayo. Starker Regen brachte den bis dahin reibungslosen Ablauf der dritten Runde auf dem Skolkovo Golf Club etwas durcheinander, doch wider Erwarten kamen am Ende alle Flights vor der Dämmerung sicher ins Clubhaus, sodass am Sonntag das Finale regulär starten kann. Aus deutscher Sicht hat es leider nur ein Spieler bis ins Finale geschafft, Maximilian Kieffer konnte sich mit drei soliden Runden von 68, 69 und 71 Schlägen einen Platz im vorderen Mittelfeld sichern. Durch die Even Par Runde mit zwei Birdies und zwei Bogeys am Moving Day behält Kieffer sein vorläufiges Zwischenergebnis von fünf unter Par bei, was ihm den geteilten 19. Rang einbrachte. Für den Titel der M2M Russian Open wird es wahrscheinlich nicht mehr reichen, aber eine Platzierung in den Top Ten könnte durchaus noch drin sein. Keine Chancen mehr auf einen Anteil am Preisgeld haben allerdings Bernd Ritthammer und Moritz Lampert, die das Turnier in Russland bereits nach dem zweiten Tag beenden mussten.

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