Showdown im Finale

Tag 4 der Deutsche Bank Championship

Fowler-RickieEs blieb spannend bis zum Schluss – Henrik Stenson und Rickie Fowler kämpften bis zum letzten Loch um den Sieg der Deutsche Bank Championship und lieferten sich dabei einen heißen Zweikampf. Henrik Stenson, der am Samstag durch eine brilliante Runde glänzte, ging als Führender auf die Schlussrunde im TPC Boston. Mit nur einem Schlag Rückstand war ihm Rickie Fowler jedoch von Beginn an dicht auf den Fersen. Über die gesamte Runde zeigten die beiden Kontrahenten Golf der Extraklasse und lochten zur Begeisterung der Zuschauer aus den schwierigsten Lagen. Über weite Strecken war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das von Stenson leicht dominiert wurde. Die Entscheidung fiel erst auf der 16. Spielbahn, als Stenson den Ball aufgrund des falsch gewählten Eisens zu hoch spielte und dieser vom Wind ins Wasser getragen wurde. Da Fowler seine Annäherung direkt an die Fahne legte, war Stensons Vorsprung durch den Doppel-Bogey auf der 16 plötzlich aufgebraucht und der Schwede wechselte von der Rolle des Gejagten zum Jäger. Doch Rickie Fowler lies sich auf den verbleibenden zwei Löchern nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und lochte beide Male sicher zum Par. Stenson hingegen hätte mindestens ein Birdie benötigt um zu Fowler aufzuschließen und ein Stechen zu erzwingen, doch auch bei ihm blieb es jeweils beim Par. Damit unterschrieb der erfahrene Schwede eine 70er Runde, die ihm ein Gesamtergebnis von 14 unter Par einbrachte. Fowlers 68 Schläge verbesserten seinen Score auf 15 unter Par, wodurch der 26-jährige US Amerikaner seinen Kritikern erneut gezeigt hat, dass er zu Recht auf der Tour abschlagen darf. Denn noch im Frühjahr diesen Jahres geriet Fowler in die Schlagzeilen, als er bei einer Umfrage zum am meisten überschätzten Spieler der Tour gewählt wurde. Kurz darauf holte sich der farbenfroh gekleidete Pro seinen ersten Saisonsieg bei der Players Championship und erstickte damit alle kritischen Aussagen im Keim. Nach Fowlers Sieg und Stensons beiden zweiten Plätzen in Folge wurde die Fed Ex Wertung noch einmal ordentlich durcheinander gewirbelt, sodass für die zweite Hälfte der Playoffs wieder alles offen ist. In der nächsten Woche starten die beiden vom dritten bzw. vierten Platz der Gesamtwertung in die BMW Championship, dem dritten Turnier des Saisonfinales. Alex Cejka konnte die Startkarte für das Turnier in Chicago leider nicht lösen. Trotz einer soliden Abschlussrunde mit 71 Schlägen reichte es nicht für die Top 70 in der Fed Ex Wertung. Ganz knapp musste sich Cejka William McGirt geschlagen geben, der durch seinen geteilten 12. Rang bei der Deutsche Bank Championship in der Saisonwertung an Cejka vorbeizog und ihn damit auf den undankbaren 71. Rang verbannte. Für Cejka sind die Playoffs damit leider bereits nach der Halbzeit zu Ende. Jason Day, der aktuell Führende im Fed Ex Cup, benötigte am Finaltag 69 Schläge und konnte damit seinen Ausreißer vom Sonntag wieder ausgleichen. Mit sechs unter Par belegt der Australier den geteilten 12 Rang und konnte damit seinen Vorsprung vor seinem Verfolger Jordan Spieth erneut ausbauen. Spieth scheiterte am Samstag zum zweiten Mal in Folge am Cut und verliert damit wichtige Punkte im Titelrennen. Nach drei eher bescheidenen Runden setzte Rory McIlroy am Montag mit einer 66 ein Ausrufezeichen und verbesserte sich damit um über 30 Positionen auf den geteilten 29. Rang. Damit bleibt der Celtic Tiger auch in der nächsten Woche der beste Spieler der Welt, da weder Day noch Spieth durch ihre Leistung McIlroys Vorsprung in der Weltrangliste angreifen konnten. Die Deutsche Bank Championship endete außertourlich am gestrigen Montag, da das Turnier aufgrund des amerikanischen Labour Days erst am Freitag anstatt am Donnerstag startete.

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