Wohlverdienter Urlaub für Kaymer

Rückblick auf eine sagenhafte Saison

Martin Kaymer GolfAus und vorbei – Martin Kaymer hat die Nase voll und will nicht mehr, die Golfschläger landen in der Ecke – vorübergehend zumindest. Nach seinem Gesamtsieg im Race to Dubai verzichtete Kaymer auf den Start bei den Turnieren im Dezember und gönnt sich den wohlverdienten Urlaub. Wie lange es dauern wird, bis er wieder zum Bag greift, ist offiziell noch nicht bekannt, sicher ist jedoch, dass der 25-Jährige es nicht lange ohne Golf aushalten wird. Für den Golfprofi aus Mettmann haben sich in der Saison 2010 alle Karriereziele erfüllt. Manch ein Spieler wäre glücklich, wenn er in seiner gesamten Karriere auf solche Erfolge zurückblicken könnte. Neben dem Gesamtsieg im Race to Dubai holte sich Martin Kaymer seinen ersten Major-Titel und war Mitglied im erfolgreichen europäischen Ryder Cup Team. Auch aus finanzieller Sicht läuft es mehr als gut für Kaymer. Inklusive diverser Bonuszahlungen kassierte er in der vergangenen Saison 4.461.011 Euro und kommt nach nur vier Jahren auf der Tour mit seinem Gesamt-Preisgeld in Höhe von 9.874.544 Euro der 10-Millionen-Euro-Marke gefährlich nahe. Diese Hürde konnten bisher nur 21 Spieler knacken, darunter auch der bisher erfolgreichste deutsche Spieler Bernhard Langer (12.650.974). Am vergangenen Wochenende wurde Kaymer beim Sportler des Jahres auf Platz drei gewählt. Nach dem Rummel um seine Person holt sich Martin Kaymer vor Beginn der neuen Saison Kraft bei seiner Familie. Anschließend möchte der Mettmanner natürlich wieder richtig durchstarten und die Leistungen der vergangenen Saison bestätigen. Zwei große Ziele möchte der 25-Jährige in seiner Karriere noch erreichen. An erster Stelle steht der Sieg der British Open direkt gefolgt von einem Hole-in-One.

Ein Caddie macht Karriere

Der Caddie von Golfprofi Camillo Villegas, Brett Waldman, will nun ebenfalls sein Glück als Spieler versuchen und hängt die Tragegurte des Bags an den Nagel. Zwar verpasste Waldman beim Finale der amerikanischen Q-School mit Platz 64 die volle Spielberechtigung für die US PGA Tour, konnte sich aber dank seiner starken Leistung für die zweitklassige Nationwide Tour qualifizieren. Dort wird Waldman nun in der Saison 2011 an den Abschlag gehen. Für Waldman geht damit ein Traum in Erfüllung. Seine Entscheidung begründet der Texaner damit, dass er am Ende seines Lebens nicht zurückblicken und bereuen will, dass er es nicht einmal versucht hat. Auch sein ehemaliger “Chef” Camillo Villegas steht Waldman unterstützend zur Seite. Er respektiert seine Entscheidung und möchte ihm den Schritt in den Profisport so gut es geht erleichtern. Ob sich der Wechsel vom Taschenträger zum Spieler auch aus finanzieller Sicht lohnt bleibt fraglich. Als Caddie des kolumbianischen Spielers kassierte Brett Waldman in der vergangenen Saison etwa 300.000 Dollar.

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